Kameras

Canon EOS 400D
Die Canon EOS 400D ist eine digitale Spiegelreflex-Kamera (DSLR) mit 10 Mio. Pixeln und ist in der Astrofotografie sehr verbreitet.
Ich setze sie vorwiegend bei der Aufnahme von helleren Kometen ein. Aber auch für besondere Konstellationen, Sonnen -und Mondfinsternisse usw. ist sie ideal geeignet. Bei der Aufnahme von schwächeren Objekten (Galaxien, Nebel ect.), braucht man doch sehr viel Erfahrung in der Bildbearbeitung um gute Ergebnisse zu erzielen.

Meade DSI PRO II
Der Meade DSI PRO II (Deep-Sky-Imager) ist eine ungekühlte monochrome CCD-Kamera mit 752x582 Pixel und kann mit einem Filterschieber für RGB-Aufnahmen bestückt werden. Das vierte Filter ist ein IR-Sperrfilter.
Es ist meine "Kometenkamera" schlechthin, aber hin und wieder verwende ich sie auch für andere Objekte. Der DSI PRO II ist eine sehr preisgünstige CCD, sie liefert aber erstaunlich gute Ergebnisse und braucht sich deswegen vor teureren CCD-Kameras die das zigfache kosten nicht zu verstecken. Den DSI PRO II habe ich schon seit September 2007 im Einsatz.

Meade DSI
Dies ist der erste Deep-Sky-Imager der DSI-Reihe von Meade, den ich seit Ende 2004 habe -und, er macht sich immer noch sehr nützlich - dazu gleich mehr.
Der Ur-DSI hat einen Farb-CCD-Chip mit 510x492 Pixel, kann aber per Software auch auf monochrom umgeschaltet werden. Wer einen sehr preisgünstigen Ersteinstieg in die CCD-Bildaufnahme sucht, tut sich mit dem DSI nicht schwer - ich würde aber eher den DSI PRO II empfehlen, da die Auflösung und Bildschärfe bei weitem besser ist.
Wie schon erwähnt, tut die Kamera immer noch ihren Dienst, indem ich sie als Autoguider (Nachführkamera) bei der Bildaufnahme einsetze. Mit dem Autoguider-Programm PHD-Guiding klappt das bestens.

Meade LPI
Die Meade LPI (Lunar Planetary Imager) ist eine Mond und Planetenkamera mit einem 640x480 Pixel bestückten CMOS-Chip.
Eingesetzt mit Okularprojektion, liefert die Kamera sehr gute Ergebnisse bei der Planetenfotografie, und ist daher in diesem Gebiet den DSLR-Kameras weit überlegen. Detailierte Mondaufnahmen gelingen schon mit einem Teleskop bei ca. ab 2000 mm Brennweite. Bei 400 mm Teleskopbrennweite, gehen sogar Mond und Sonne formatfüllend auf den Aufnahme-Chip.
Weiter ist die LPI auch als Nachführkamera verwendbar, jedoch braucht sie doch recht helle Sterne, was die Leitsternsuche erheblich erschwert und einschränkt.

Laptop
Um diesen ganzen "Krempel" am Teleskop zu betreiben, wird ein Laptop benötigt, das auch noch auf dem freien Feld über längere Zeit mit genügend Energie versorgt werden muss. Hat man nicht genügend freie USB-Steckplätze, bedarf es noch zusätzlich einen USB-Hub zwischenzuschalten - der auch Strom will. Ich verwende für das Laptop zur Stromversorgung eine extra Kfz-Starterbatterie. Diese sind zwar für dauerhaft langsame Energieentnahme nicht konzipiert, halten aber gut 3 Jahre -ganz akzeptabel! Der Hub und die daran angeschlossenen Kameras bekommen ihren "Saft" von der normalen Autobatterie - Startprobleme hatte ich noch nie! Das Licht von dem Laptop-Display wird mit einer roten Plexiglasscheibe abgeschirmt, die im Handel in verschiedenen Größen angeboten werden. Ja, Astrofotografie kann unheimlich aufwändig sein...
Aber das ist noch nicht alles: Ein Stuhl und Tisch dient der Bequemlichkeit, warme Kleidung (auch Sommernächte können sehr kühl werden), Verpflegung für die Nacht; Trinken, ein Vesper, Kaffee zum Wachbleiben und etwas zum Naschen. Und natürlich nicht zu vergessen das Teleskop samt Zubehör.
Und so schaut das ganze dann aus:
