Kometenbeobachtungen

Auf diesen Seiten schildere ich meine visuellen Kometenbeobachtungen.

Die Beobachtung von Kometen ist ein äußerst interessantes Gebiet in der Astronomie. Kometen sind meist unberechenbar und können an jeder Stelle des Himmels auftauchen. Es ist immer wieder spannend, wenn man einen neuen Kometen aufsucht und nicht genau weiß, was einen erwartet...  

 

 

Komet 45P/Honda-Mrkos-Pajdusakova

Bei nur 13° Höhe über dem morgentlichen Osthorizont versuchte ich eine Beobachtung am 2. Oktober 2011 kurz vor der Dämmerung. 45P erschien im 10"-Schmidt-Cassegrain bei 94-fach als heller, hoch kondensierter und tropfenförmiger Nebelfleck der sehr auffällig und nicht zu übersehen war. Den Durchmesser der Koma schätze ich auf etwa 1.5'. Einen Schweif konnte ich nicht sicher identifizieren. Die Helligkeit dürfte bei etwa 6-6.5 mag liegen. 45P erinnerte mich sehr stark an den Kometen C/2009 R1 (McNaught) der im Frühsommer 2010 am nördlichen Himmel zu sehen war.


Komet 78P/Gehrels

Nach 7 Jahren kommt der Komet 78P/Gehrels wieder in Sonnen- und Erdnähe. 78P habe ich schon 2004 im Oktober und Dezember 2x beobachtet. Den ersten Versuch startete ich am frühen Morgen des 25. September 2011 um kurz nach Mitternacht auf der Schwäbischen Alb mit dem 6"-Refraktor bei 83-fach. Leider war der Himmel in dieser Nacht recht diesig. Gehrels konnte ich als sehr schwache Aufhellung an der Position identifizieren - aber nur bei indirektem Sehen und nur Blickweise. Die knapp 2' große Koma war vollig strukturlos und gleichmäßig diffus (DC 0). Die Helligkeit ermittelte ich auf genau 12 mag. Für mich war es doch überraschend, diesen Kometen im 152mm-Teleskop zu sehen. Bei etwas mehr lichtverschmutzteren Himmel wäre dies sicher nicht möglich gewesen.

Am 29. September 2011 gelang mir eine erneute Beobachtung mit dem 10"-Newton bei 92-fach: Die 1.5' große Koma war weiterhin sehr diffus (DC 1), aber deutlich besser zu sehen als vor knapp einer Woche. Die Helligkeit ermittelte ich auf 11.2 mag.


Komet C/2010 G2 (Hill)

Komet C/2010 G2 (Hill) hat sich im Laufe des Sommers 2011 so gut entwickelt, dass er nun auch in mittleren Teleskopen sichtbar ist. Nachdem er sich einige Wochen am Nordhorizont herumgetummelt hat, stieg er am Morgenhimmel lansam wieder höher - bei meinem Beobachtungszeitpunkt am 31. August 2011 um 02:50 MESZ allerdings nur 26°. Ich brauchte aber einige Zeit, um das schwache Fleckchen sicher zu identifizieren. An der von Guide 8 angegebener Position, leuchtete zeitweise und nur beim indirektem Sehen eine ca. 1.5' große und völlig diffuse Koma ohne weitere Einzelheiten auf. Im 8-Zoll Schmidt-Newton bei 101-fach, schätzte ich eine Helligkeit von 11.1 mag.

Bei einer Beobachtung auf der Schwäbischen Alb vom 1. auf dem 2. Oktober 2011, konnte ich C/2010 G2 (Hill) in einem parallaktisch montiertem 10"-Newton eines Kollegen erneut erfolgreich Beobachten. Das Objekt war nun deutlich heller geworden (etwa 10.5 mag) und ca. 1-2' groß. Recht einfach war die Kometenwolke zu sehen, aber immernoch diffus und ohne eine markante Helligkeitszunahme zur Mitte (DC 3). 

Auf dem Herbst-Astro-Live am 29. Oktober 2011 schaute ich wieder nach dem Kometen - wieder mit dem 10"-Dobson. Doch unerklärlicherweise gelang mir es nicht das Objekt aufzufinden. Ich bat einen Kollegen ihn mit seinem 12"-SC den Kometen per Koordinaten einzustellen. Hill hatte nun seine beste Zeit: Bei 143-fach konnten wir den Kometen dann als ca. 1.5' große, mäßig kondensierte Wolke (DC 2) gut sehen. Die Koma war recht kompakt, war also in der Helligkeit auf der ganzen Fläche gleich hell (ausgenommen dem leicht hellerem Zentrum. Ich war überrascht über die Helligkeit, die gut 10 bis 10.5 mag war.


Komet C/2009 P1 (Garradd)

Komet C/2009 P1 (Garradd) erschien Anfang Juni für mitteleuropäische Beobachter erstmalig am östlichen Morgenhorizont. Die erste Sichtung gelang mir am Morgen des 27. Juni 2011 um 02:00 MESZ. Mit meinem neuen 6-Zoll-Refraktor f/5.9, bestückt mit einem 2-Zoll 36mm-Weitwinkelokular (=24-fach/70° scheinbares Gesichtsfeld), konnte ich schon ein kleines, schwaches Wölkchen im Sternengewimmel ohne weitere Details ausmachen. Bei Steigerung auf 98-fach mit einem 17mm-Hyperion Weitwinkelokular (68°), sah ich eine 1' große, Runde Koma die zum Zentrum hin rasch heller wurde und dabei recht gut kondensiert war. Die Kelligkeit schätzte ich auf 9.8 mag. Im großem und ganzen ein Komet der gut sichtbar war, und der erste visuelle im Jahr 2011. Die über 7-monatige Flaute war somit beendet!

Die nächste Beobachtung war am darauffolgenden Morgen des 28. Juni. Diese Nacht war sehr warm - die Temperatur sank auf dem freien Feld nicht unter +15°C! Um 02:15 MESZ hatte ich den Kometen - diesmal mit dem 8-Zoll-Schmidt-Newton f/4, im Blick, und konnte den Kometen ähnlich wie die Nacht zuvor erkennen. Die Koma war 1' groß, die Helligkeit bestimmte ich aber nur auf 10 mag. Die Vergrößerung war 75x. 

Genau eine Woche später am frühen Morgen des 5. Juli, die nun 3. Beobachtung. Das Teleskop war wieder der 152mm-Refraktor bei einer Vergrößerung von 83-fach. Um 01:55 MESZ begann ich die Beobachtung, und sah bei 83-facher Vergrößerung eine Runde, gut sichtbare 1.5' große Koma. Im Zentrum erkannte ich eine helle Verdichtung (ungefähr halber Komadurchmesser), der Rest lief diffus aus (DC 4-5). Die Helligkeit ermittelte ich überraschenderweise auf 9.2 mag (0.6-0.8 mag mehr als vor einer Woche).

In Richtung PW=197° knapp südsüdwest, erkannte ich einen weit aufgefächerten, 5' langen, äußerst lichtschwachen Schweif, eben gerade so an der Wahrnehmungsgrenze. Bei Reduzierung auf 69-fach, kam er sogar noch etwas besser hervor. Ich fand den Anblick so schön, dass ich das auf einer Zeichnung festgehalten habe (Zeichnung rechts bei 69-facher Vergrößerung im Refraktor 152/900mm um 02:10 MESZ).
 


Wetterbedingt konnte ich erst am frühen Morgen des 2. August den Kometen erneut beobachten. Um 02:15 MESZ stellte ich Garradd im 6"-Refraktor bei 24-facher Vergrößerung ein. Um diese Zeit kulminierte er im Süden mit 53° Höhe. Der Komet passierte in den Nächten 2. und 3. August den Kugelsternhaufen M 15. Beide Objekte waren zusammen bei schwacher Vergrößerung im Blickfeld des Okulares - ein eindrucksvoller Anblick. Bei 69-fach sah ich eine 4' große, mäßig kondensierte Koma (DC 4). Das Zentrum war nicht besonders hell und wurde nach außen nur leicht schwächer. Insgesamt war der Komet aber sehr gut und leicht zu erkennen. Indirekt sah ich ein sternförmiges ca. 11 mag helles Zentrum. Der Schweif war schwieriger als noch vor ein paar Wochen zu sehen. Lediglich einen breiten Ansatz, bzw. eine geöffnete Koma in PW=202° war zu erkennen. Die Helligkeit ermittelte ich auf 8.2 mag.
 

Nachdem der Mond vom Abendhimmel nahezu verschwunden war, gab es am 20. August wieder eine Möglichkeit zur Beobachtung. Der Mond ging zum Beobachtungszeitpunkt zwar gerade auf, stört aber noch nicht 

Im 10"-Newton-Dobson bei 92-fach kann ich eine 3' große, gut kondensierte Koma erkennen mit einem hellen, scheibchenförmigen Zentrum (DC 5). Auf einer Seite - nach Nordwesten, war die Koma scharf begrenzt. Nach Südosten (PW 148°), war die Koma breit aufgefächert. Ich meinte, zeitweise auch Streamer oder Schweifstrahlen zu erkennen, war mir aber nicht ganz sicher. Die Helligkeit ermittelte ich auf genau 8 mag. Der Komet hat sich nun zu einem sehr gut sichtbaren Objekt im Teleskop entwickelt - auch im Sucher (8x50), war der Schweifstern gut sichtbar.

Zeichnung links um 23:00 Uhr MESZ bei 92-fach im 10"-Newton.

 

Zwei Tage später - am Abend des 22. August, waren die Bedingungen merklich besser - Himmel klarer und kein Mond. 26°C um 22:00 Uhr - ich kann Barfüßig, in T-Shirt und kurzer Hose auf meinem Balkon mit meinem 10"-Newton den Kometen beobachten. Um 00:00 Uhr bei Beobachtungsende, hat es nur um 2° "abgekühlt": angenehme 22°C!

Vergrößerung wieder 92-fach. Zu sehen ist eine 3' große, gut kondensierte Koma. Im Zentrum ist erneut ein kleines, scheibchenförmiges helles Gebiet - indirekt und zeitweilig blitzt etwas sternförmiges heraus. In der Koma erkenne ich einen helleren Teil, und eine diffuse äußere Koma. Im Nordwesten ist die Koma schärfer begrenzt. Nach Südosten fächert die Koma breit auf zu einen Schweifansatz. Trotz intensiver Beobachtung, kann ich den Ansatz nicht weiter verfolgen.Der Kondensationsgrad ist 5, die Helligkeit ermittelte ich auf 8.1 mag. Zeichnung rechts um 23:20 MESZ bei 92-fach.

In der Nacht vom 27. zum 28. August, beobachtete ich auf der Schwäbischen Alb den Kometen. Der Himmel war sehr klar und absolut dunstfrei nach durchzug eines Tiefs und dort natürlich viel dunkler als bei meinen üblichen Beobachtungsplätzen bei mir hier in der Nähe. Die besseren Bedingungen vielen sofort am Kometen auf; die Koma konnte ich im 152mm-Refraktor bei 69-fach um 01:50 MESZ bis zu 4' Durchmesser verfolgen. Dabei zeigte sich ein helles, scheibchenförmiges Zentrum - indirekt ein sternförmiger false nukleus. Dann ein nicht so helleres Gebiet, und dann die sehr diffuse äußere Koma. Der Schweifansatz war besonders deutlich auszumachen. Die Helligkeit schätzte ich auf 7.6 mag. 

Nichts neues gibt es eigentlich zu berichten. Am 24. September hat sich der Anblick kaum verändert. Im 6-Zoll Refraktor bei 59-fach konnte ich den Kometen wie Ende August sehen; helle Koma mit Helligkeitszunahme zum Zentrum, äußere diffuse Hülle mit Schweifansatz.


Komet 103P/Hartley

Komet 103P/Hartley ist für mich ein "alter bekannter" - ich konnte ihn bei seiner Erdnähe bereits im Dezember 1997 beobachten. Nach einigen erfolglosen versuchen, habe ich diesen Kometen nun endlich am Morgen des 12. September 2010 im 25cm-Newton sichten können. Bei 70-facher Vergrößerung im Hyperion-Weitwinkel (17 mm) zeigte sich ein mit 5.5' doch recht großer, sehr diffuser runder Nebelfleck, der zur Mitte nur mäßig heller wird. Trotz der diffusen Koma, war die Kometenwolke erstaunlich gut zu sehen. Die Helligkeit schätzte ich auf 9.1 mag. Ein CLS-Filter (blockt künstliche Beleuchtung), brachte eine Kontraststeigerung.

Die nächste Beobachtung konnte ich in der zweiten Nachthälfte am 18. September durchführen. Diesmal mit meinem kleinen 13cm-Newton und dem 17 mm-Hyperion Okular - Vergrößerung = 38x. Auch im kleinerem Teleskop, war der Komet recht gut zu erkennen. Allerdings musste ich indirekt schauen um die 6' große, Runde und sehr diffuse Koma in der ganzen Ausdehnung zu sehen. Direkt draufgeblickt, sah ich nur das leicht hellere Zentrum. Ich schätzte 103P in dieser Nacht auf 8.6 mag. Im 21 mm - Hyperion bei 31-fach, kam die Kometenwolke sogar noch etwas besser zum Vorschein.

Am frühen Abend des 3. Oktober bot sich mir bei guten Bedingungen die nächste Gelegenheit den Kometen zu beobachten. Aufgebaut hatte ich wieder meinen kleinen 13cm-Newton, bestückt mit dem Hyperion 17 mm bei 38-facher Vergrößerung. Sofort und ohne Mühe war die 11,5' große und Runde Kometenwolke zu erkennen, und erschien nicht mehr so diffus wie noch zwei Wochen zuvor. Die Kondensation nahm zur Mitte rasch zu, und das hellste Gebiet im Zentrum schien nicht genau Mittig zu liegen und war leicht Oval - vermutlich der Schweifansatz innerhalb der Koma. Die Helligkeit schätzte ich auf 7.3 mag. 103P ist nun eine auffällige Erscheinung im Teleskop. Auch im 10x50-Fernglas konnte ich Hartley als schwaches, kleines Wölkchen erkennen.

Genau eine Woche später am 10. Oktober, ergab sich bei nun sehr guten Bedingungen erneut die Möglichkeit zur Beobachtung. Als Beobachtungsinstrument kam wieder der 130/650 mm-Newton mit dem 21 mm-Hyperion bei 31-fach zum Einsatz. Komet Hartley sah ich als gut kondensierte und große Wolke deren Randbreiche für mich klar abgegrenzt waren. Der Kondensationsgrad stufte ich auf 4-5 ein; von diffus kann also kaum mehr die Rede sein. Zum Zentrum wurde die Koma rasch heller. Ich ermittelte eine 13' große, Runde Koma mit einer Helligkeit von 6.6 mag. 103P hat also meiner Schätzung nach 1 mag in einer Woche an Helligkeit zugelegt. Die Sichtung im 10x50-Fernglas war einfach. Ein Versuch mit freiem Auge scheiterte.

Endlich! Nach wochenlangen Warten auf eine klare Nacht, konnte ich den Kometen in der zweiten Nachthälfte vom 13. auf 14. November mal wieder beobachten. Leider lies es das Wetter nicht zu, einen Blick auf Hartley bei seiner größten Erdnähe und Helligkeit Ende Oktober zu werfen - so dass es eigentlich nichts neues zu berichten gibt. Der Anblick im 130/650 mm-Newton erinnerte stark an dem vom 10. Oktober. Der Komet dürfte die Helligkeit im Bereich der 6. Größenklasse haben.


Komet 10P/Tempel

Den ersten Beobachtungsversuch unternahm ich am Morgen des 9. Juli 2010. Im 8"-Schmidt-Newton konnte ich aber an der Position nichts erkennen. Mal meinte ich einen Nebelbausch zu sehen, dann auch wieder nicht. Es war eine richtige Tropennacht und die Bedingungen waren sehr schlecht.

Am 14. Juli hatte ich bei weitaus besseren Wetterbedingungen mehr Glück. Mit gleichem Teleskop - bei 68-facher Vergrößerung, erkannte ich eine doch recht große, diffuse Aufhellung von 4' ('=Bogenminuten). Die Helligkeit ermittelte ich auf 8.8 mag. Ich musste schon indirekt Schauen, um das Fleckchen deutlich zu Sehen.

10P/Tempel, 16. Juli

Zwei Nächte später am Morgen des 16. Juli eine weitere Sichtung - diesmal mit meinem 10"-Schmidt-Cassegrain bei 94-fach. Nun konnte ich den Kometen am besten erkennen. Ich sah einen 5' großen, erneut sehr diffusen und fast gleichmäßig hellen Nebelfleck. Die Helligkeit schätzte ich heute auf 8.9 mag. Weiter viel mir am Nordostrand der Koma eine längliche Aufhellung auf. Dies dürfte der Kernbereich sein, den meine Aufnahmen zeigen. Ein Astronomik CLS-Filter brachte eine erkennbare Kontraststeigerung. Von dem Gesehenen habe ich eine Zeichnung angefertigt, die die Abb. rechts zeigt. Komet 10P/Tempel stand im Sternbild Walfisch und erreichte gut 20° Höhe über Horizont

Die nächste Beobachtung war am Morgen des 19. Juli. Diese Nacht hatte ich wieder meinen 8"-Schmidt-Newton dabei. Die Bedingungen waren sehr gut und ich befand mich an einem dunkleren Beobachtungsort. Schon meine CCD zeigte eine weitaus hellere Koma, das sich dann auch visuell im Teleskop bestätigte. Die 4-5' große Koma war bei 68-fach ohne Mühe sofort und deutlich zu Sehen, und sie erschien nicht mehr so diffus wie Tage davor. Meine nicht ganz genaue Schätzung war etwa 8.5 mag.

Eine Nacht später am 20. Juli - heute wieder mit meinem 10"-SC f/6.3 bei 94x und 76x. Gegen halb 3 Uhr fütterte ich den Autostar mit den Koordinaten von 10P und war schon gespannt was mich heute erwartet. Tempel war erneut sofort und leicht zu Sehen. Eine 6.5' große Koma lachte mich an. Am Ostrand der Koma war wieder die längliche Aufhellung - heute sehr deutlich, zu Sehen. Der Komet erschien allgemein Rund, jedoch nach Osten auf den hellen Kernbereich lief sie spitz zu. Der Kondensationsgrad hat sich deutlich auf DC 3 verbessert. Die Sublimation des Kerns scheint nach wie vor nur auf der Sonnenzugewandten Seite statt zu finden. Die Helligkeit ermittelte ich auf 8.5 mag. Dazu eine Zeichnung links.

Die nächste Gelegenheit den Kometen zu untersuchen, bietete sich erst in den Morgenstunden des 22. August wieder. Großartig viel hatte sich jedoch nicht getan. Im 10''-Newton bei 70-fach, zeigte sich Tempel erneut als großer und sehr diffuser Komet - lediglich die Koma kam mir etwas ausgedehnter vor als noch im Juli. Die Helligkeit dürfte nach wie vor bei ca. 8.5 mag liegen. Näher ging ich auf den Kometen - kurz vor Dämmerungsanfang, nicht ein.

Die nun mehr 6. Beobachtung führte ich am Morgen des 12. September durch. Im 25cm-Newton bei 70x und CLS-Filter erschien Tempel nun doch um einiges schwächer als noch im August. Ich erkannte immerhin noch eine 4' große Koma die aber sehr diffus war und keine weiteren Details zeigte. Bei der Helligkeitsmessung kam ich auf 8.8 mag. Die Höhe des Kometen über Horizont war knapp 24°.
 


Komet C/2009 K5 (McNaught)

Diesen Kometen habe ich schon im April beobachtet. Der Vollständigkeit halber noch die Beobachtung vom 16. Juli 2010. K5 McNaught befindet sich zwar schon wieder im "Abflug" - d.h. er wird schwächer, aber ich wollte nochmals einen Blick auf ihn werfen. Die Morgendämmerung hatte schon begonnen, trotzdem konnte ich ihn im 10"-Schmidt-Cassegrain bei 94-fach als diffusen 1.5' großen Nebelfleck der Helligkeit von 10.1 mag erkennen. Eine leichte Helligkeitszunahme zum Zentrum war noch zu erahnen. Der Komet stand im Norden knapp über 19° hoch.

Als der Mond am 20. Juli gegen 00:30 Uhr untergegangen war, suchte ich den Kometen mit dem 10"-SC f/6.3 bei 94-fach bei guten Bedingungen auf. Die Höhe war noch gut 17°. Ich sah wieder eine Runde Koma mit leicht scheibchenförmige zentral gelegene Aufhellung (DC 2) - aber alles doch recht diffus. Die Koma war 1.5' im Durchmesser, und die Helligkeit schätzte ich auf 10 mag.